Lachgassedierung
Lachgas ist ein farbloses Gas. Die schmerzstillende und beruhigende Wirkung von Lachgas wird seit 150 Jahren in der Zahnmedizin genutzt.


In den USA und in vielen anderen Ländern (England, Skandinavien, Italien) wenden fast 50% der Zahnärzte Lachgas routinemässig bei Zahnbehandlungen an.


Über eine kleine Nasenmaske wird ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas verabreicht. Bereits nach einigen, wenigen Atemzügen beginnt die Wirkung. Patienten beschreiben ein Gefühl der Leichtigkeit und vor allem der Entspannung. Der Patient ist jederzeit während der Behandlung ansprechbar. Angst, Verspannung und Unwohlsein weichen einem beruhigenden Geborgenheitsgefühl. Gleichzeitig mit der Angst nimmt auch die Empfindlichkeit für Schmerzen stark ab. Somit wirkt auch beim Angstpatienten das Lokalanästhetikum deutlich besser. Der für viele Angstpatienten typische Würgereiz ist bei der Zahnbehandlung mit Lachgas ist fast völlig aufgehoben.


Der Zahnarzt kann über das Mischungsverhältnis Sauerstoff-Lachgas die Intensität der Lachgas-Sedierung verändern und individuell auf den Patienten dosieren. Möglich sind leichte optische Halluzinationen (bei geöffneten Augen: Sicht durch einen Schleier, Tunnelblick) und akustische Halluzinationen (Geräusche werden gedämpfter oder intensiviert wahrgenommen). Nach dem Ende der Zahnbehandlung atmet der Patient noch ca. fünf Minuten reinen Sauerstoff ein. Danach ist die Wirkung des Lachgases meist vollständig aufgehoben. Bereits 15 Minuten nach Behandlungsende ist der Patient wieder verkehrstüchtig.



 
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